Empfehlungen zum Umgang mit Hitze

Warum richtiges Lüften – besonders für ältere Menschen – lebenswichtig ist

Bei anhaltenden Hitzewellen steigt die Gefahr für ältere Menschen deutlich. Viele sterben nicht primär an zu hohen Temperaturen, sondern an der Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit, Sauerstoffmangel und Windstille in geschlossenen Räumen.

Richtiges Lüften statt alles abdichten:

Der häufige Rat, bei Hitze tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen zu halten, um „die Hitze auszusperren“, birgt Risiken – vor allem in bewohnten Räumen. In kleinen Wohnungen steigt die Luftfeuchtigkeit durch Schwitzen und Atmen rasch an. Die Folge: Schweiß verdunstet nicht mehr, der Körper kann sich nicht kühlen. Gleichzeitig nimmt der CO-Gehalt zu, was zu Müdigkeit, Kreislaufproblemen und im Extremfall zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. Trockene Hitze (wie in der Wüste) wird oft besser vertragen als schwüle, stickige Luft bei deutlich niedrigeren Temperaturen.

Praktische Tipps für die kommenden Hitzetage:

•  Nachts und frühmorgens querlüften: Sobald draußen kühler ist als drinnen, alle Fenster öffnen und Durchzug schaffen. Das senkt die Raumtemperatur und bringt frische, sauerstoffreiche Luft.

•  Tagsüber kontrolliert lüften: Auch bei höheren Außentemperaturen kann kurzes Stoßlüften sinnvoll sein, um Feuchtigkeit und CO abzutransportieren – besonders wenn mehrere Personen im Raum sind. Besser leichte Luftbewegung als absolute Windstille.

•  Ventilatoren einsetzen: Ein einfacher Ventilator vor dem Gesicht oder im Raum fördert die Verdunstungskälte und verhindert stickige Luft. Niemand wird davon „krank“ – Durchzug ist kein Risiko, sondern hilfreich.

•  Zusätzliche Maßnahmen: Rollos oder Markisen außen nutzen, um Sonneneinstrahlung zu minimieren. Leichte Kleidung, ausreichend trinken (am besten mineralhaltig), körperliche Anstrengung vermeiden und regelmäßig kühle Duschen oder Fußbäder nehmen.

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Monzingen

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