Monzingen gehört zu den ältesten Siedlungen im Nahetal. Zweifellos gab es bereits vor über 2000 Jahren hier an dieser günstigen Stelle um den Bergsporn herum eine Siedlung von Bauern und Jägern. Aus der keltischen Zeit, aus der Zeit der Römerschaft und danach, der fränkischen Landnahme wurden vielerlei Funde gemacht. Die älteste, erhaltene Nachricht stammt aus einem Güterverzeichnis des Klosters Lorsch (östlich von Worms) aus dem Jahre 778. Der Name lautete in der ältesten Form „Monzecha" und „Munzaher" . Aus der Lorscher Urkunde ist auch bekannt, dass in Monzingen bereits damals Weinbau betrieben wurde. Die Siedlung lag günstig, in einem geschützten Nebental der Nahe, um einen Felsen im halben Hang, der zugleich das kultische Heiligtum trug wie heute die Kirche, oberhalb des Hochwassers von Nahe und Gaulsbach Man darf annehmen, dass während des Mittelalters um den Kirchberg herum eine Art Dorfburg entstanden war, um den Einwohnern eine größere Sicherheit zu gewährleisten. Ab 1281 hatte der Erzbischof von Mainz auch in Monzingen erhebliche Rechte und Besitzungen. Im Jahre 1355 erhielt Monzingen Stadtrechte. Damit gewann es einen regelmäßigen Markt, ein eigenes Gericht und vor allem das Recht auf Befestigung zum Schutz der Einwohner und ihres Besitzes. Im Jahre 1430 wurde Monzingen in einem Krieg zwischen zwei Anwärtern auf den Stuhl des Mainzer Bischofs und Erzbischofs niedergebrannt, 1466 mit Böckelheim von Mainz an die Herzöge von Zweibrücken verpfändet und 1471 durch Kurpfälzer Truppen erobert.